• Monika

LEBE!

Diese Aufforderung "Lebe" habe ich gestern früh als Impuls bekommen.

Fast jeden Tag ziehe ich eine Tageskarte. Eine Karte, die mich durch den Tag begleitet und unterstützt, mir Impulse und Inspiration gibt.


Gestern also der Impuls "Lebe - Feiere dich und das Leben."



Mein erster Impuls war - aber ich lebe doch. Oder etwa nicht?

Diese Karte fordert mich auf, meinem inneren Schweinhund zu trotzen und meine Bequemlichkeit aufzugeben. Runter vom Sofa und raus ins Leben! Haha...


Doch was ist Leben?

Und momentan ja auch nicht so einfach! Das ist leichter gesagt als getan.


Doch stimmt das? Kann man die eigene "Bequemlichkeit" auf die momentane Situation abschieben?

So nach dem Motto "Ich würde ja gerne, darf aber nicht?"


Dann wieder diese Frage "Was ist denn eigentlich Leben?"


Findet Leben nur statt, wenn wir alles tun und lassen können, wann und was wir wollen?

Ist es Leben wenn wir mit der Familie zusammen sind, Einkaufen, ins Kino gehen, in Konzerte gehen, zum Essen gehen, sich mit Freunden treffen?

Oder ist Leben noch was anderes?


Das Leben entsteht ja angeblich schon bei der Zeugung, von da an wächst das Leben heran. Im Mutterleib wissen wir ja nicht bewusst, was Leben ist.

Das kommt erst mit den Jahren.

Das Leben wird uns von unseren Eltern, Geschwistern, Großeltern, Tanten, Onkeln und unserem Umfeld vorgelebt.

Die Gesellschaft in der wir aufwachsen tut ihr übriges.


Unser Leben, so empfinde ich es zumeist, besteht ja hauptsächlich aus Pflichten,

Gesetzen und vorgegeben Wegen.

Es ist alles genau geregelt, was wir wann zu tun haben und wie.


Mit 3 Jahren in den Kindergarten, dann ab in die Schule, Gymnasium wäre auch schön.

Einen Beruf erlernen, am besten einen, der einem Sicherheit in jeglicher Form gibt.

Dann wird geheiratet, Familie gegründet, Haus gebaut und Kinder großgezogen.


Dann wir gearbeitet und gewartet bis zur Rente und dann kann das Leben endlich beginnen :-)

Dann hat man keine Verpflichtungen mehr, dann hat man endlich Zeit für das, was man eigentlich schon das ganze Leben tun wollte. Nämlich "leben."


Aber was ist es nun das Leben?

Diese ganze Abfolge von der Geburt bis zur Rente?

Ein ständiges tun müssen was alle tun?

Weil wir meinen, weil es alle tun, ist das das Leben?


In meiner Praxis habe ich immer mehr Menschen, die sich in diesem Leben und in diesem System gefangen fühlen.

Die sich in diesem ganzen nicht mehr wohl fühlen, die dann mit Mitte 40 "Burn Out" bekommen. Weil sie sich in ihrem Leben überfordert fühlen, weil sie spüren, dass das was ihr Leben ist, gar nicht ihr Leben ist.

Dann kommt eine Krise, meist als Krankheit, die einen daran erinnert, dass es noch mehr im Leben geben muss als das, was da ist und sich nicht gut anfühlt.

Weil man sich schon das ganze Leben lang anpasst und mitschwimmt.

Und irgendwann spürt man, dass man zwischen all dem Leben das man sich selbst kreiert hat, gar nicht mehr hineinpasst und auch nicht mehr passen möchte.


In meinem Umfeld bekomme ich immer mehr Geschichten zu hören, von Menschen, die nicht warten bis zur Rente, um das Leben zu leben, das sie leben möchten.


Die verändern noch mit fast 50 noch ihren Beruf oder brechen alle Zelte hier in Deutschland ab und gehen ins Ausland. Meist in ein Land, das so ganz anders ist als Deutschland.


Dorthin, wo der Druck und die Plflichten weniger sind oder anders.

Dort wo eine Entfaltung ihres eigenen Lebens besser und leichter funktioniert.


Ich weiss von einem Neffen, der auf einer Reise in Thailand seine große Liebe fand und seither dort sein Glück und seine Existenz als Surflehrer lebt. Für seine Mutter unverständlich - für ihn genau richtig.


Ich selbst ziehe vor jedem Menschen den Hut, der den Mut hat, das zu tun, was er in seinem Inneren spürt und seinem Herzen folgt, egal was andere dazu sagen.

Und seinem Herzen folgen, das stimmt nicht unbedingt mit den Meinungen und Gepflogenheiten der Familie und Gesellschaft überein.


Schnell wird man da als Spinner und mehr abgetan.


Doch ist nicht das das Leben, das zu tun womit man glücklich ist?

So zu leben, dass es einem gut geht?

Und wenn es eine Grashütte am Amazonas ist :-)


Jeder Mensch braucht etwas anderes um glücklich zu sein. Und damit meine ich nicht die Äusserlichkeiten, sondern das innere glücklichsein.

Von ca. 8 Milliarden Menschen auf der Welt gibt es auch 8 Milliarden verschiedene Ansichten von Glück.


Doch fast alle Menschen nehmen den Lebensrythmus und die Vorgabe auf, die sie vorgelebt bekommen und in die sie hinein geboren wurden, ohne ihn für sich selbst zu hinterfragen, geschweige denn, ihn zu verändern.


Das was alle machen wird einfach als wahr angenommen.


Dazu fällt mir ein Ausspruch meines Vaters ein, den er erst kürzlich in einem anderen Zusammenhang gesagt hat, aber ganz gut dazu passt.


"Wenn 80 % der Menschen das gleiche tun und denken, dann haben doch die 80 % recht und nicht die restlichen 20 %.


Ich zähle mich zu den restlichen 20 % und fühle mich richtig und wohl dabei und das ist das wichtigste überhaupt im Leben.

Dass der Weg den man geht, sich richtig anfühlt.

Egal ob man zu den 80% oder zu den 20 % gehört.


Aber zu den 80 % zu gehören, nur weil es bequem ist oder der innere Schweinehund zu groß, weil man Angst hat, als Spinner abgetan zu werden oder anderer Meinung zu sein?


Leben findet nicht zwischen Pflichtgefühlen, Anpassung und Stillhalten statt.


Leben ist Veränderung!

Leben ist Glücklichsein!

Leben ist das zu tun, womit es einem aus seinem innersten Herzen heraus gut geht.



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